Fernweh
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Kiwialarm #5: Relaxen in Anakiwa

Anakiwa

Nach unserem sommerlichen Weihnachtsstop in Kaiteriteri, machten wir uns am 2. Weihnachtsfeiertag auf den Weg zur Nordspitze der Südinsel. Silvester wollten wir in Wellington auf der Nordinsel feiern und mussten uns demzufolge allmählich in die Nähe der Fährverbindungen bewegen. Die Fähre als solche hatten wir bereits vor Monaten von Deutschland aus über die Option Direct Ferries gebucht. Die Fähre fährt vom Ort Picton aus, welcher in der Region Malborough Sounds liegt.

Wir hatten uns diesmal wieder für eine Übernachtung in einem Hostel entschieden. In diesem Fall war es die Anakiwa Lodge. Dort sind wir zwar bei Regen angekommen, aber das tat der guten Stimmung keinen Abbruch. Das lag insbesondere an der wirklich traumhaft schönen Lage von Anakiwa und auch dem Hostel direkt am Queen Charlotte Sound (Sound lässt sich dabei am besten mit einem Fjord vergleichen).Anakiwa

Anakiwa selbst ist dabei wirklich sehr überschaubar und daher auch recht beschaulich. Das Hostel in ruhiger Lage wird von Derryl und seiner Frau betrieben, ist picobello sauber und bietet superbequeme Betten. Wir bezogen 3 nebeneinander liegende Zimmer (jeweils mit eigenem Bad), eines davon mit herrlichem Balkon auf dem sich hervorragend in der Sonne frühstücken ließ, was wir am nächsten Tag ausführlich genossen.

Was unseren Kindern besonders gut an diesem Aufenthalt gefallen hat, war der Umstand, dass die Lodge einen speziellen Gemeinschaftsraum hatte und man als Gast nicht nur diverse Bücher und Gesellschaftsspiele ausleihen konnte, sondern dort auch eine wirklich gemütliche Kinoecke eingerichtet war und Derryl mehr als 500 DVDs im Angebot hatte, die er kostenlos für seine Gäste zur Verfügung gestellt hat. Unsere Kinder haben sich überraschenderweise für „Herr der Ringe“ entschieden. Natürlich alle 3 Teile – jeweils 1 Film pro Tag – um bestmöglich für die weitere Neuseelandreise vorbereitet zu sein 😉

Am nächsten Tag brachen wir bei schönem milden Sommerwetter (nachts war es hingegen noch recht frisch) zu einer 10 km Wandertour in den Nationalpark auf. Unser Ziel war dabei ein Aussichtspunkt mit einen herrlichen Blick auf die Sound Szenerie.

Anakawi_we

Palm

Am folgenden Tag unternahmen die Großeltern vom naheliegenden Ort Havelook aus eine ca. 7stündige Rundfahrt mit dem Mailboat. Das Mailboat steuert dabei diverse kleine Anlaufstellen an, um die Einheimischen mit Post zu versorgen, Güter des täglichen Bedarfs auszuliefern und Touristen zu den teilweise sehr abgelegenen Unterkünften zu bringen. Einmal vor Ort, entschieden wir – also Nadine und Michael (zusammen mit unserem 13 Monate alten Sohn Mattis) – uns spontan, die Gunst der Stunde zu nutzen und ein kleines zweites Frühstück im Hafen-Café Slip-In einzunehmen. Ein bisschen Auszeit muss schließlich mal sein 😉 währenddessen sich die großen Kinder vorbereitend den zweiten Teil der „Herr der Ringe“ Triologie ansahen.

Am Nachmittag spazierten wir ganz entspannt durch den Ort Anakiwa und paddelten – trotz einigem Wind – mit den kostenlos angebotenen Kajaks der Lodge an der Küste entlang. Zur Stärkung gab es anschließend eine Portion leckeren Fish & Chips gegönnt. Und schon waren wieder 2 weitere Tage unserer Roadtour vergangen, so dass wir dann am 29.12. erneut unsere Sachen packten, um nach Picton zu fahren und unsere Fähre Richtung Wellington zu besteigen.

Was haben wir gemacht:

  • Einen Tag auf dem Queens Charlotte Track gewandert
  • Einen Tag in Anakiwa gefaulenzt und die Großeltern mit dem Mailboat durch die Sound Landschaft schippern lassen

Wie lange hat es gedauert und was hat es gekostet:

  • Die 10km Wanderung hat gut 4 Stunden in Anspruch genommen, wobei der Weg wieder sehr abwechslungsreich war.
  • Die Mailboat-Tour dauerte gute 7 Stunden und kostete hat pro Person 135 NZD (ca. 80 €)

Was sollte man besser nicht tun:

  • Zu wenig Zeit für die Westküste und den nördlichen Teil der Südinsel einzuplanen.

Weiter geht es hier: Kiwialarm #6: Happy New Year in Wellington

Bilder: ©  Micha & Nadine

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