Alle Artikel in: Fernweh

Viel London für wenig Geld

Ohje, ich hab’s getan. Spontan London gebucht, obwohl unsere Urlaubsjahresplanung bereits abgeschlossen war. Ich ließ mich von einer Freundin mitreißen, welche mich arglos fragte, ob wir sie samt Kids nicht begleiten wollen. Solche Fragen darf man mir nicht stellen: Ich habe natürlich sofort Blut geleckt und spätestens, als mein Sohn mitbekam, worüber wir ständig am Telefon tuschelten, gab es kein Halten mehr. Auf seiner Bucket list steht schon seit längerem: London, London, London! Als eingefleischter Harry Potter Fan wäre der Themenpark in Orlando/Florida die Alternative gewesen. OK, dann doch London. Vorbei die Bauernhof-Zeiten … Der Flug war schnell gebucht. Sogar recht günstig. Die Frage, wo das Haupt betten, gestaltet sich schon etwas schwieriger. Ich hatte vollkommen ausgeblendet, wie teuer London ist. Dabei hätte ich es wissen müssen, weilte ich doch bereits des Öfteren dort. Spätestens nach Buchung der Harry Potter Tour war unsere Reisekasse eigentlich schon geschröpft. Ich hätte vielleicht erst den Podcast von Healty Habbits zum Thema: Wie man durch weniger Konsum dem Hamsterrad entkommt hören sollen. So wird das wohl leider nix mehr mit der finanziellen …

Kiwialarm #6: Happy New Year in Wellington

Wellington Zum Zeitpunkt der Reiseplanung waren wir uns ziemlich sicher, dass wir Silvester nicht im neuseeländischen Hinterland verbringen wollen. Wir haben daher unsere Route so gelegt, den Jahreswechsel in Neuseelands Hauptstadt Wellington auf der Nordinsel Neuseelands zu verbringen. Wellington ist dabei mit 190.000 Einwohner eigentlich noch recht überschaubar und macht selbst Werbung für sich mit dem Slogan als kleinste Hauptstadt der Welt überzeugen zu können. Aber zuvor stand ja erstmal noch die Fahrt mit der Fähre von der Südinsel zur Nordinsel an. Auf diese Überfahrt hatten wir uns schon sehr gefreut, da die in Summe 3 stündige Fahrt zu einem großen Teil durch die Soundlandschaft der Südinsel führt. Wir buchten die Fährverbindung für 14.00 Uhr und waren 12.00 Uhr vor Ort im Hafen von Picton. Dabei waren wir positiv angetan, wie gut sich der Ort bzw. speziell der Hafenbereich auf Familien eingestellt hat, die dort quasi noch Wartezeit rumbringen mussten, bevor es auf die Fähre gehen kann. So gab es (vor allem für kleinere Kinder) eine tolle kleine Eisenbahn für einen kleinen Obolus während die größeren Kinder sich auf …

Kiwialarm – Mit Großfamilie durch Neuseeland, #1: Reiseroute und Vorbereitungen

Ankündigung Gastbeitrag Micha & Nadine unterwegs in Neuseeland: So, es ist vollbracht. Sie sind drüben. Am anderen Ende der Welt. Down under. Neuseeland!!! Drei Generationen: Mein Lieblingsbruder Micha (ich habe nur einen 🙂 ) mit seiner Frau Nadine, vier Kindern zwischen einem und elf Jahren und den Schwiegereltern. Gemeinsam werden sie in den nächsten vier Wochen Neuseeland erobern. Der Absprung war nicht so einfach. Ein Virus wollte auch noch dringend mit! Ich möchte lieber nicht wissen, wie die Lieben den Flug + Aufenthalt in Singapur überstanden haben. Hier die geplanten Tourdaten: Reiseroute Singapur (17.12.17) Christchurch (18.-20.12.17) Arthurs Pass (20./21.12.17) Pancake Rocks (21.-23.12.17) Weihnachten in Little Kaiteriteri (23.-26.12.17) Anakiwa (26.-29.12.17) Silvester in Wellington (29.12.17 – 01.01.18) Turangi / Trout House (01.-04.01.18) Rotorua (04.-06.01.18) Tairua (06.-09.01.18) Auckland (09.-12.01.18) Originalton Astrid von der Sportsbirne, die genau vor einem Jahr durch Neuseeland geradelt ist (schlappe 30 Tage, 28 Etappen, 1630 km): „Geile Route. Mit dem Auto ist das gschwind abgerollt………..“ 😉 Und nun übergebe ich das Wort an Micha & Nadine, die demnächst hier live und in Farbe berichten werden. Also, schaut die Tage ab und zu mal vorbei und lasst Euch …

Atacama-Wüste in Chile: unwirtlich, bizzar, wunderschön

Mein schönstes Naturerlebnis auf Reisen. Danke für den Anstoß an Sabine von ReiseSpatz. Denn auf diesem inspirierenden Reiseblog läuft gerade die Blogparade zu obigem Thema und hierfür nehme ich jetzt endlich Anlauf, meine Rubrik „Fernweh“ in Angriff zu nehmen. Denn zu diesem Thema ist auf meinem Blog noch nicht allzu viel los. Sofort machen sich meine Gedanken selbstständig. Mein schönstes Naturerlebnis. Da fallen mir so einige ein: Sonnenuntergang an der Ostsee (Achtung: Suchtpotential!), Paddeln auf der morgendlichen Enz, Wandern auf der Schwäbischen Alb oder doch lieber etwas abenteuerlicher: Blutegel im Regenwald Malaysias, tief verschneite Stille auf der kanadischen Gaspésie-Halbinsel, Begegnung mit einer Muräne in der Karibik (nun, das war zwar aufregend aber nicht wirklich schön, denn in gewissen Lebenslagen bin ich doch etwas ängstlich veranlagt), Tempelbesteigung im mexikanischen Dschungel? Chile Nein, nachhaltig am stärksten beeindruckt hat mich Chile, dieses langgestreckte Land der Vulkane zwischen Anden und wilder Pazifikküste. Im Norden Wüste, im Süden Feuerland, in der Mitte fruchtbare Felder. Innerhalb der 4.000 km Länge dürften nahezu alle Klimazonen abgedeckt sein. In Chile gibt es noch unberührte Natur zu entdecken, Seen ohne Ende, Urwälder mit mächtigen Araucarien, den heiligen Bäumen …

Valencia: Experiment Haustausch (Teil 2)

Teil 1 des Reiseberichtes findest Du hier. An dieser Stelle folgt nun Teil 2 des Reiseberichtes: Tag 7: Altstadtbummel und Rundfahrt mit dem Doppeldeckerbus Zu Fuß machen wir uns Richtung Altstadt auf den Weg. Durch das angesagte Viertel Rufaza mit seinen unzähligen Kneipen, vorbei an der Stierkampfarena.  Hier finden tatsächlich noch Rodeos statt, z.B. während der „Fallas“ im Frühjahr sowie während der Feria im Sommer. Ansonsten kann man das Stierkampfmuseums im Plaza Toros de Valencia besichtigen. Zwischendurch stärken wir uns bei einem lecker Eis. Die Lust der Jungs auf einen Stadtbummel ist leider – wen wunderts – eher begrenzt. Also gönnen wir uns ein Ticket für eine Stadtrundfahrt mit dem Hop on Hop off – Doppeldeckerbus. Der Bus stoppt auch am Einkaufszentrum. Na sowas. Aber shoppen muss bei einem Stadturlaub auch abfallen. Letzte Busfahrt in der Abenddämmerung am Hafenviertel von Valencia entlang. Das sieht echt super aus. Müssen wir uns nochmal genauer ansehen. Tag 8: Doppeldeckerbus zum Zweiten Das Stadtrundfahrt-Ticket gilt 24 h, also können wir auch heute noch etwas rumgondeln. Erst gegen 13 Uhr stehen wir an der Haltestelle. Nur ein kleines Teilstück: Ziel Decathlon. …

Valencia: Experiment Haustausch (Teil 1)

Rückblende Sommer 2015 Unser erster Haustausch führt uns nach Valencia an die Küste Spaniens. Warum Valencia? Wir wurden von den Valencianern gefunden und ja wieso eigentlich nicht? Wir sprechen beide Spanisch und sind von Land und Kultur begeistert. Das Schöne am Haustausch ist, dass man sich einfach überraschen lassen kann und zu Regionen aufbricht, die man ursprünglich nicht ins Auge gefasst hatte. Wir jedenfalls hatten nie über Urlaub in Valencia nachgedacht. Wäre unser erster Stadturlaub mit Kindern. Von Valencia kannten wir nur die Orangen im Supermarkt. Das sollte sich ändern: also den Rechner angeschaltet und nach Valencia gegoogelt. Schon bald stand fest: Valencia, wir kommen!!! Valencia ist die drittgrößte Stadt Spaniens und steht zu Unrecht im Schatten Madrids und Barcelonas. Sogar die Kinder waren angefixt: das größte Aquarium Europas, einer der schönsten Safari-Zoos, Mittelmeer, Strand, Sonne…. Was will man mehr? Wir sind ziemlich aufgeregt. Was wird uns erwarten, wird es uns gefallen, den Kindern? Wie werden wir unser Häuschen nach der Rückkehr wieder vorfinden? Im Vorfeld haben wir mit unseren Tauschpartner, einer Familie mit 4 Kindern, telefoniert und intensiv Informationen …

Haustausch: My home is your castle

„Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was verzählen“. Schon lange trug ich mich mit dem Gedanken des Haustausches. Ich war fasziniert von der Idee, im Urlaub einfach das Häuschen zu tauschen, die eigene Komfort- bzw. Sicherheitszone zu verlassen (nämlich kein Hotel zu buchen), mal wieder über den Tellerrand zu schauen, neue Länder und unbekannte Landstriche zu entdecken und das alles unschlagbar günstig. Die einzigen Kosten, die entstehen, sind die jährliche Anmeldegebühr beim Haustauschportal sowie Anreisekosten und Verpflegungskosten, aber die hat man ja sowieso. Kosten für Logis entfallen, so dass auch mal ein Flug im Budget ist, der vielleicht in der Hauptsaison mit Familie sonst nicht erschwinglich gewesen wäre. Ich musste also nur noch meine 3 Männer überzeugen. Gesagt, getan. Aber wer soll schon nach Bietigheim-Bissingen tauschen wollen, stichelten Kollegen und Bekannte. Ich war mir da auch nicht so sicher, standen und stehen wir doch in Konkurrenz zu „Places to go“ wie Berlin, Hamburg, München, Alpen etc. Aber das Interesse an unserem Häuschen in Bi-Bi ist bemerkenswert: Wir konnten uns schon über Anfragen aus den USA, Kanada, Brasilien, Island und Irland wundern. Besonders beliebt scheint Bi-Bi in …