Alle Artikel in: Fernweh

belgium-schokolade

Oops! We did it again. Haustausch Belgien

Die kühle Jahreszeit hat Einzug gehalten. Zeit, sich gemütlich in die Wohnhöhle zurückzuziehen, etwas runterzuschalten, ein gutes Buch zu lesen oder ein paar Zeilen zu tippern… Rückblick Januar/Februar: Hochsaison im Anbahnen von Haustauschbeziehungen. Dieses Jahr würden wir gerne nach Skandinavien bzw. die Benelux-Länder tauschen. So können wir im Anschluss noch unsere Familien im Hohen Norden bzw. Mitteldeutschland besuchen. Italien und Frankreich liegen leider in der falschen Richtung. Wir finden eine nette Familie mit tollem Häuschen unweit der belgischen Nordseeküste, skypen und werden uns einig. Endlich Sommer! Auf unserer Anreise gen Belgien treffen wir uns mit unserer Tauschfamilie zu Kaffee, Eis und Pläuschen. Und es bestätigt sich: die Chemie stimmt. Was beim Haustausch prinzipiell nicht notwendig ist, da wir ja nicht zeitgleich unterm gleichen Dach weilen, aber es erleichtert die Angelegenheit doch ungemein und vermittelt ein gutes, beruhigendes Gefühl. Zuversichtlich geht’s weiter Richtung Urlaub. Tag 1: Ich find’s cool, cool, cool. Es regnet, 19 °C, Mittagszeit. Ich sitze am Küchentisch mit Blick in den Garten und bin tiefenentspannt, trotz schlechtem Wetters. Die Jungs zocken, aber auch das …

Atacamawüste Chile

Atacama-Wüste in Chile: unwirtlich, bizzar, wunderschön

Mein schönstes Naturerlebnis auf Reisen. Danke für den Anstoß an Sabine von ReiseSpatz. Denn auf diesem inspirierenden Reiseblog läuft gerade die Blogparade zu obigem Thema und hierfür nehme ich jetzt endlich Anlauf, meine Rubrik „Fernweh“ in Angriff zu nehmen. Denn zu diesem Thema ist auf meinem Blog noch nicht allzu viel los. Sofort machen sich meine Gedanken selbstständig. Mein schönstes Naturerlebnis. Da fallen mir so einige ein: Sonnenuntergang an der Ostsee (Achtung: Suchtpotential!), Paddeln auf der morgendlichen Enz, Wandern auf der Schwäbischen Alb oder doch lieber etwas abenteuerlicher: Blutegel im Regenwald Malaysias, tief verschneite Stille auf der kanadischen Gaspésie-Halbinsel, Begegnung mit einer Muräne in der Karibik (nun, das war zwar aufregend aber nicht wirklich schön, denn in gewissen Lebenslagen bin ich doch etwas ängstlich veranlagt), Tempelbesteigung im mexikanischen Dschungel? Chile Nein, nachhaltig am stärksten beeindruckt hat mich Chile, dieses langgestreckte Land der Vulkane zwischen Anden und wilder Pazifikküste. Im Norden Wüste, im Süden Feuerland, in der Mitte fruchtbare Felder. Innerhalb der 4.000 km Länge dürften nahezu alle Klimazonen abgedeckt sein. In Chile gibt es noch unberührte Natur zu entdecken, Seen ohne Ende, Urwälder mit mächtigen Araucarien, den heiligen Bäumen …

Valencia Centro

Valencia: Experiment Haustausch (Teil 2)

Teil 1 des Reiseberichtes findest Du hier. An dieser Stelle folgt nun Teil 2 des Reiseberichtes: Tag 7: Altstadtbummel und Rundfahrt mit dem Doppeldeckerbus Zu Fuß machen wir uns Richtung Altstadt auf den Weg. Durch das angesagte Viertel Rufaza mit seinen unzähligen Kneipen, vorbei an der Stierkampfarena.  Hier finden tatsächlich noch Rodeos statt, z.B. während der „Fallas“ im Frühjahr sowie während der Feria im Sommer. Ansonsten kann man das Stierkampfmuseums im Plaza Toros de Valencia besichtigen. Zwischendurch stärken wir uns bei einem lecker Eis. Die Lust der Jungs auf einen Stadtbummel ist leider – wen wunderts – eher begrenzt. Also gönnen wir uns ein Ticket für eine Stadtrundfahrt mit dem Hop on Hop off – Doppeldeckerbus. Der Bus stoppt auch am Einkaufszentrum. Na sowas. Aber shoppen muss bei einem Stadturlaub auch abfallen. Letzte Busfahrt in der Abenddämmerung am Hafenviertel von Valencia entlang. Das sieht echt super aus. Müssen wir uns nochmal genauer ansehen. Tag 8: Doppeldeckerbus zum Zweiten Das Stadtrundfahrt-Ticket gilt 24 h, also können wir auch heute noch etwas rumgondeln. Erst gegen 13 Uhr stehen wir an der Haltestelle. Nur ein kleines Teilstück: Ziel Decathlon. …

Valencia

Valencia: Experiment Haustausch (Teil 1)

Rückblende Sommer 2015 Unser erster Haustausch führt uns nach Valencia an die Küste Spaniens. Warum Valencia? Wir wurden von den Valencianern gefunden und ja wieso eigentlich nicht? Wir sprechen beide Spanisch und sind von Land und Kultur begeistert. Das Schöne am Haustausch ist, dass man sich einfach überraschen lassen kann und zu Regionen aufbricht, die man ursprünglich nicht ins Auge gefasst hatte. Wir jedenfalls hatten nie über Urlaub in Valencia nachgedacht. Wäre unser erster Stadturlaub mit Kindern. Von Valencia kannten wir nur die Orangen im Supermarkt. Das sollte sich ändern: also den Rechner angeschaltet und nach Valencia gegoogelt. Schon bald stand fest: Valencia, wir kommen!!! Valencia ist die drittgrößte Stadt Spaniens und steht zu Unrecht im Schatten Madrids und Barcelonas. Sogar die Kinder waren angefixt: das größte Aquarium Europas, einer der schönsten Safari-Zoos, Mittelmeer, Strand, Sonne…. Was will man mehr? Wir sind ziemlich aufgeregt. Was wird uns erwarten, wird es uns gefallen, den Kindern? Wie werden wir unser Häuschen nach der Rückkehr wieder vorfinden? Im Vorfeld haben wir mit unseren Tauschpartner, einer Familie mit 4 Kindern, telefoniert und intensiv Informationen …

Haustausch

Haustausch: My home is your castle

„Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was verzählen“. Schon lange trug ich mich mit dem Gedanken des Haustausches. Ich war fasziniert von der Idee, im Urlaub einfach das Häuschen zu tauschen, die eigene Komfort- bzw. Sicherheitszone zu verlassen (nämlich kein Hotel zu buchen), mal wieder über den Tellerrand zu schauen, neue Länder und unbekannte Landstriche zu entdecken und das alles unschlagbar günstig. Die einzigen Kosten, die entstehen, sind die jährliche Anmeldegebühr beim Haustauschportal sowie Anreisekosten und Verpflegungskosten, aber die hat man ja sowieso. Kosten für Logis entfallen, so dass auch mal ein Flug im Budget ist, der vielleicht in der Hauptsaison mit Familie sonst nicht erschwinglich gewesen wäre. Ich musste also nur noch meine 3 Männer überzeugen. Gesagt, getan. Aber wer soll schon nach Bietigheim-Bissingen tauschen wollen, stichelten Kollegen und Bekannte. Ich war mir da auch nicht so sicher, standen und stehen wir doch in Konkurrenz zu „Places to go“ wie Berlin, Hamburg, München, Alpen etc. Aber das Interesse an unserem Häuschen in Bi-Bi ist bemerkenswert: Wir konnten uns schon über Anfragen aus den USA, Kanada, Brasilien, Island und Irland wundern. Besonders beliebt scheint Bi-Bi in …