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Wer hat an der Uhr gedreht? Mein Bloggerjahr im Zeitraffer

collage-2016

Eigentlich habe ich es ja nicht so mit Jahresrückblicken. Oder gar guten Vorsätzen. Um dann am Jahresende festzustellen, dass man seine Ziele wieder nicht geschafft hat. Diese für mein erstes Blogger-Jahr gewesen wären:

  1. Durchhalten –> geschafft, mal von der „kleinen“ Pause zwischendurch abgesehen
  2. einen Blogbeitrag pro Woche schreiben, das wären ca. 50 Artikel im Jahr -> mit 28 Posts (diesen mitgezählt) knapp daneben
  3. 100 Follower -> ok, leicht verfehlt

Aber nun bin ich bei 1 thing to do (einem meiner Lieblingsblogs) über Michaels Fotoparade von Erkunde die Welt gestolpert. Und irgendwie hat es mich nun doch gepackt ein persönliches Ré­su­mé zu ziehen. By the way: Danke an Michael. Ich schmökerte sofort bei den Teilnehmern der Blogparade (besonders gefielen mir die Fotos von Cache’n’Travel, Ferngeweht und Yummy Travel) ließ mich erneut vom Blogfieber infizieren und stellte in Nullkommanix meinen Belgien-Artikel fertig, der seit Monaten im Dashboard schmorte.

Habe ich damit meine Blog-ade überwunden? Kürzlich las ich bei Caroline von madmoisell, dass viele Blogger nach ca. 6 Monaten aufgeben. Und genau an diesem Punkt war ich gefangen, der Frage: Warum mache ich das eigentlich alles und vor allem für wen? Aufhören oder Weitermachen? Der Bloggeranfang vor ca. einem Jahr war euphorisch. Jede freie Minute bloggte ich im Kopf, schlug mir die Nächte um die Ohren oder stand am Wochenende freiwillig, noch vor der Restfamiliy auf, ich – die ich Langschläferin bin. Das alles, um die Texte und Ideen, die mir durch den Kopf schwirrten zu Papier zu bringen oder aber mir neue Dinge anzueignen. Und diesen Punkt hatte ich vollkommen unterschätzt. „Das bisschen bloggen kann ja wohl jeder.“ Es sieht so einfach aus, setzt aber neben technischen Kenntnissen zum Aufsetzen, Starten und Betreiben eines Blogs nicht zuletzt Marketing Know-how voraus bzw. den unabdingbaren Willen, sich neues Wissen anzueignen. Das ist wie ein kleines Online-Studium. Die Anfangshürden habe ich bereits im Post: „Hilfe, ich bin blogiert“ beschrieben.

Wenn die erste Befangenheit bzw. Ernüchterung halbwegs überwunden ist und der Atem noch reicht, dann endlich können die Gedanken auf das Papier bzw. in den Blog fließen. Um nun festzustellen, dass das Texten kostet, nämlich Leidenschaft, Können und vor allem Zeit, zumindest mich, die ich einen gewissen Anspruch an Inhalt und Qualität stelle. Thema finden. Nische schon besetzt? Mist. Weitermachen, dann eben besser. Nicht so einfach, die anderen haben Vorsprung. Text schreiben und zwar so ansprechend, dass Du ihn gerne lesen magst (Du-Form wählen ist ganz wichtig, habe ich irgendwo gelesen…) und natürlich SEO-affin (suchmaschinenoptimiert) gespickt mit vielversprechenden Keywords. Aber nicht zu auffällig, will Dich ja nicht langweilen. Mehrwert für Dich dabei? Was? Nicht? Etwa am Ziel vorbeigeschrieben? Absätze und Schriftarten bzw. -größen definieren. Quellen verlinken. Stundenlang Bildmaterial sichten, auswählen, bearbeiten, zuschneiden.

Die Welt an den „literarischen“ Ergüssen teilhaben lassen – ob sie nun will oder nicht – dank Facebook, Twitter, Pinterest, Instagramm, Google, Snapchat und was es nicht noch alles an sozialen Netzwerken gibt. Das war für mich absolutes Neuland, bin ich doch bis vor kurzem sehr zufrieden auch ohne soziale Medien durch die Welt gegangen. Aber wie vernetzt man sich in der virtuellen Welt? Cool und nicht so nerdig? Unaufdringlich geht nicht. Aber laut und oft schreien, egal was, ist nicht so mein Ding. Ich sollte erklärend hinzufügen, dass ich als gebürtiger Fischkopp eher nordisch unterkühlt bin und mir von daher das Netzwerken nicht unbedingt in die Muschel, äh Wiege, gelegt wurde. Es fällt mir also nicht wirklich leicht, aus meiner Deckung aufzutauchen, auf die vermeintlichen Leser und Bloggerkollegen zuzugehen und zu rufen: Hallo Welt: hier bin ich.

Umso mehr freut es mich, wenn dieser (in meinen Augen) Mut durch aufmunternde Kommentare, Ratschläge und Tipps belohnt wird. Deutliche Rückschläge erfahre ich durch Nichtachtung meiner freundlichen Anbahnung von Bloggerbeziehungen und noch schlimmer deutlichem Angriff, so geschehen per Twitter auf meine Anfrage, einen Artikel im sozialen Netzwerk zu teilen, insofern er gefällt. Aber vielleicht habe ich das ja auch nur fälschlicherweise auf mich bezogen. Ist ja eh alles etwas narzisstisch im Netz.

Nach diesem Vorgeplänkel komme ich nun endlich zum eigentlichen Kern dieses Artikels, meinen – teilweise recht frei und mit einem Augenzwinkern interpretierten – Beiträgen zur o.g. Fotoparade (als fotografische Höhepunkte würde ich meine Fotos nicht bezeichnen, daran arbeite ich noch) in folgenden Kategorien:

Tierisch

loewe

Während unseres Urlaubs in Belgien besuchten wir in der Nähe von Torhout das kleine, aber feine Wasserschloß Wijnendale wo uns dieser Flämische Löwe begrüßte.

Berühmt

jim-morrison

Jim Morrison, Frontmann der Rockgruppe The Doors. Hier in Sand gegossen beim Sandskulpturenfestival 2016 in Oostende.

Gewachsen

Für diese Kategorie fiel mir die Wahl mehr als schwer. Irgendwie zu wenig Fotos zu diesem Thema gemacht. Entschieden habe ich mich für ein Selbstporträt am Strand. Endlich mal endlos lange Beine…

gewachsen

Nachts

pferdemarkt

Ein Foto vom diesjährigen Pferdemarkt in Bietigheim-Bissingen. Kann immer noch nicht glauben, dass die Kids im „Supergigante“ mitgeflogen sind.

Gebäude

el-pilar

El Pilar in Zaragoza. Ich bin begeistert von dieser Stadt in Aragonien, Zentralspanien. Die Architektur, das Essen, die Kneipenkultur.

Schönstes Foto

strand1

Mein schönstes Foto ist eine Referenz an meine alte Heimat. Warnemünde. Spätsommer. 7 Uhr morgens. Strandspaziergang mit meiner Freundin. Der Strand noch unberührt. Die Strandkörbe unerobert…

Zugabe

wandern

Des Wandern ist des Müllers Lust. Mit Freunden. Auf dem Weg zur Hüttengaudi.


 

Während ich so durch meine Fotos stöbere, stelle ich fest, dass da noch einiges an Potential drin steckt. Sowohl in der Fotografiererei als auch im Bloggen an sich. Und das kitzelt an meinem Ehrgeiz. Also: Aufstehen, Krönchen richten, weitermachen! Frei nach dem Motto: „Never stop dreaming“ oder „Fang nie an aufzuhören, hör nie auf anzufangen“. Solange es Spaß macht!!!

In diesem Sinne wünsche ich meinen 10 Lesern einen guten Start ins Neue Jahr, keine Vorsätze und freue mich auf weitere 10 Leser im neuen Bloggerjahr!

Bilder: „2016“ © Pixabay, restliche Fotos: © flecken necken

 

6 Kommentare

  1. volleskorn sagt

    Hallo Conny,
    vielen Dank für die freundliche Erwähnung in deinem Jahresrückblick :) Wir schaffen das auch nicht mit dem „1 Beitrag pro Woche“ und wir bloggen zu zweit! Trotzdem macht es weiterhin Spaß und wir sind mit Freude dabei. Nicht nur wegen des Schreibens sondern auch wegen neuen Bekannten, die wir durch das Bloggen kennen gelernt haben.
    Mir gefällt übrigens dein Foto aus der Kategorie „Schönstes Foto“ mit den Strandkörben auch am Besten. Als Kühlungsborner ist mir der Anblick nur zu gut vertraut :).

    Viele Grüße
    Ronny

    • Conny sagt

      Moin Ronny, Grüße nach Kühlungsborn und lieben Dank für Deine aufmunternden Worte. Weilen auch gerade an der Küste und tanken die frische Meeresbrise. LG, Conny

    • Conny sagt

      Hallo Michael, vielen Dank für Dein Feedback!!! Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, an Deiner Fotoparade teilzuhaben. Klasse Idee. Und das Vernetzen scheint zu funktionieren. So fängt das Neue Jahr gut an. LG, Conny

  2. Liebe Conny,
    Wirklich ein super gelungener Beitrag und tolle Bilder! Ich kann so vieles sehr nachvollziehen :)
    Ich wünsche dir für 2017 nur das Beste!
    Allerliebste Grüße,
    Deine Caro

  3. Servus Conny!

    Ein sehr schöner Beitrag! Vor allem dein bestes Foto macht so richtig Lust auf Urlaub!

    Have fun
    Horst

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