Stadtgeflüster, Vor der Haustür
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Kurzreise: Im Hamburger Stadtfieber

Winter. Ein Mädelswochenende in Hamburg. Da ist das Wetter doch fast egal. Auf dem Programm stehen: ausschlafen, gemütlich frühstücken, ausgiebig bummeln, sich treiben lassen, klönen, vielleicht ein bisschen shoppen. Unsere persönliche Stadtführerin haben wir dabei, aber eigentlich sind wir (fast) planlos unterwegs.

Panorama Hafencity

Tag 1

Unser erstes Ziel ist dennoch die HafenCity, denn mein Fast-Patenkind studiert an der HafenCity Universität. Auf der orangen Aussichtsplattform ViewPoint am Baakenhafen mit Blick auf die östliche HafenCity bekommen wir von unserer Neu-Hamburgerin eine Einführung in das größte innerstädtische Stadtentwicklungsprojekt Europas, diesen stetig wachsenden, urbanen Stadtteil direkt an der Elbe und lassen uns dabei vom kalten Wind heftig durchwedeln. So umstritten das Projekt HafenCity auch (finanziell) ist, finde ich die Kombination aus Alt und Neu, von historischer Speicherstadt (übrigens seit Juli 2o15 UNESCO-Weltkulturerbe) und moderner Architektur, das Zurückerobern brachliegender Industrieflächen für eine neuartige Nutzung mehr als faszinierend. Im HafenCity Nachhaltigkeitspavillon Osaka 9 wärmen wir uns ein wenig auf und informieren uns über umweltverträgliche Stadtentwicklung.

Hamburg

Für heute genug an Wissen aufgesaugt. Wir streifen noch ein wenig durch die Läden der HafenCity, schauen im Cafe Alte Liebe (hier gibt es u.a. lecker Waffeln) vorbei und essen eine Kleinigkeit in der Markthalle Speicherstadt. Ins Meßmer MOMENTUM haben wir es dieses Mal leider nicht geschafft. Hier tauchte ich im letzten Sommer in die Teewelt ein, während ich gemütlich im Strandkorb auf der Terrasse lümmelte und meinen Blick über die HafenCity schweifen ließ.

Abends fahren wir zur Sternschanze und sind in Hamburgs beliebtem Szeneviertel unterwegs. Wir bummeln ein wenig durch die quirligen Straßen, lassen etwas Geld in der einen oder anderen kleinen Boutique und versumpfen ein klitzekleines bisschen in der goldigen Bar Goldfischglas bevor wir zum Abendprogramm in die Kulturfabrik Kampnagel aufbrechen. Hier werden in einem ehemaligen Fabrikgelände Konzerte, Musik, Tanz und Theater geboten.

Tag 2

Der nächste Tag führt uns zum Bummel in die Altstadt Hamburgs. Bei Schietwetter vergeht die Zeit schnell im Levantehaus, einem ehemaligen Kontorhaus, nämlich beim Schaufensterln und lecker Kaffee & Kuchen im Flané oder im Roncalli Grand Cafe.

Auch in den Deichtorhallen ist es warm und trocken 😉 . In historischen Markthallen wird heute zeitgenössische Kunst und Fotografie ausgestellt.

Nach soviel Kunst verlangt der Bauch nach seinem Recht. Im Portugiesenviertel zwischen Michel und Landungsbrücken gibt es frischen Fisch, Paella und Tapas.

Hafen HH
Einmal in der Nähe des Hamburger Hafens, wollen wir uns auch den Alten Elbtunnel anschauen. Momentan ist der Tunnel per Auto nur in eine Richtung passierbar: vormittags von St. Pauli nach Steinwerder, nachmittags von Steinwerder nach St. Pauli. Deswegen ist der Elbtunnel auch fast menschenleer. Für Fußgänger und Radfahrer ist der Elbtunnel jedoch durchgehend geöffnet. Der Elbtunnel ist ca. 450 m lang, die Durchquerung zu Fuß dauert weniger als 10 min und lohnt sich!!!! Auf der anderen Seite soll es theoretisch Glühwein und Kaffee geben. Leider ist der Stand geschlossen (und wir so durchgefroren), aber der Blick auf die Hamburger Skyline famos.

Zum Abschluss kommen wir doch endlich mal auf die Mönckebergstraße. Wir lassen den Tag im Hamburger Traditionskino Passage bei Film und einem Glas Wein ausklingen.

Fazit:

Es gibt noch sooooo vieles zu entdecken. Hamburg, ich komme wieder! Das nächste Mal mit Kind und Kegel! Und dann steht folgendes auf dem Programm:

Hamburg mit Kindern:

Grasbrookpark


Herumkommen

  • Öffentliche Verkehrsmittel: Hamburg ist super ausgebaut und vernetzt mit U-Bahn, S-Bahn und Bussen. Das andere Ufer sowie Ziele an der Elbe erreichst Du man bestens mit den Elbfähren. Besonders günstig bist Du als Touri mit der Hamburg-Card unterwegs: freie Fahrt mit Bus, Bahn und Hafenfähren plus ermäßigter Eintritt bei über 150 Sehenswürdigkeiten, Museen, Musicals, Theater, Restaurants etc.
  • Radl: Spontan und individuell. Rund um die Uhr, z.B. mit dem StadtRad: Leihstationen findest Du im gesamten Stadtgebiet. Einfach Radl schnappen, losradeln, wieder hinstellen. So war ich im Sommer unterwegs und habe u.a. die Außenalster erkundet. Fahrradrouten findest Du z.B. bei Hamburg.de

Radl Hamburg

Hier liegst Du richtig

Wir Mädels nächtigen in der WG und fühlen uns zurückversetzt in alte Zeiten 🙂 . Im Sommer bin ich mit meinem Liebsten im Prizeotel abgestiegen. Ein Budget Design Hotel, bahnhofs- und stadtnah, neu, bunt, günstig, praktisch, gut.

Wo Du sonst noch Dein Haupt betten kannst:

Weiterschmökern

Was sollte ich bei meinem nächsten Hamburg-Besuch nicht verpassen, wo lecker einkehren? Hast Du ein paar Tipps für mich?

Bilder: © flecken necken

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